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SCH'GUCKE Posts

#021 – Arrival

In der vorletzten Kinovorführung habe ich es doch noch geschafft, mir Arrival (USA, 2016) anzuschauen. Mein Interesse an dem Film war vor allem durch das das knappe Resümee geweckt worden, das mir ein Freund gegeben hatte. Es lautete in etwa so: „Endlich mal der etwas andere Alien-Film. Kein muskelbepackter Held, der die Außerirdischen gewaltsam daran hindern muss, die Erde bzw. die USA zu zerstören.“ Damit hatte er durchaus Recht. Der Held ist eine Heldin und sie ist sogar geisteswissenschaftliche Akademikerin. Dass der Film damit den Hollywood-Klischees entkommt, halte ich aber für zu optimistisch. (Anmerkung: Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Ted Chiang und ist daher kein reines Hollywoodprodukt.)

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#020 – T2 Trainspotting

Es ist ein risikoreiches Unterfangen, einem Film wie Trainspotting nach ganzen zwei Jahrzehnten eine Fortsetzung anzuhängen. Auch deshalb, weil Klassiker in Film, Literatur und Musik über die Jahre von Fans so verklärt werden, dass schon der Versuch, an sie heranzureichen, immer auch nach Scheitern riecht. Mein Vertrauen in Danny Boyle und die wiedervereinte Crew von damals war dennoch groß genug, dass ich mit viel Hoffnung und Vorfreude den Kinosaal betrat. Und ich wurde nicht enttäuscht. T2 Trainspotting (UK, 2017) ist ein durchweg gelungenes Revival der beliebten Junkie-Crew um Ewan McGregor als Mark Renton.

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#019 – Trainspotting

Um mich für den neuen, zweiten Teil zu rüsten, habe ich mir nun nach einiger Zeit noch einmal Trainspotting (UK, 1996) angeschaut. Und er ist auch nach all den Jahren einfach großartig. Hier also ein kurzer Text als Vorspiel zu meiner bald folgenden Rezension des zweiten Teils, den ich zum Zeitpunkt dieses Textes noch nicht gesehen habe. Wer Trainspotting nicht kennt, für den mag eine inhaltliche Zusammenfassung erst einmal etwas mager klingen: Im schottischen Edinburgh versucht der heroinabhängige Mark (Ewan McGregor) clean zu werden, was durch die Heroinsucht seiner ganzen Clique nicht gerade einfacher wird. Doch diese Kurfassung täuscht. Es mangelt dem Film weder an einem übergeordneten Spannungsbogen noch an einzelnen Handlungssträngen.

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#018 – (500) Days of Summer

Das Jahr ist gerade einmal gute zwei Monate alt und nach Café Society und La La Land steht nun schon die dritte malerische Liebesgeschichte an: (500) Days of Summer (USA, 2009). Irgendwie scheint das Thema mich zu verfolgen oder ich wähle unbewusst jedes Mal aufs Neue die märchenhaften Romanzen mit bittersüßem Nachgeschmack. Dabei scheint es zunächst anders, denn der Film beginnt mit einer aus dem Off gesprochenen Einleitung und dem Satz: „This is not a love story“. Aber wer dem Glauben schenkt, irrt. (500) Days of Summer ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte über Liebe.

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#017 – Der Ghostwriter

Ich wollte seit Langem schon Roman Polanskis Der Ghostwriter (Frankreich, Deutschland, UK, 2010) sehen. Der Trailer verriet im Voraus nicht zu viel der Handlung, präsentierte jedoch ein schön bedrückendes Thriller-Ambiente, das mir zusagte. In gewisser Weise blieb es über den gesamten Film dabei: eine gute Stimmung versucht eine Story zu tragen, die mich einfach nicht überzeugen will.

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#016 – Die Monster Uni

Ich mag Animationsfilme sehr gerne. Und unter all den Pixar-, Zeichentrick, Kinder- oder Familienfilmen stechen dann immer wieder ein paar besondere Filme hervor, deren Geschichte, Figuren oder Animationsstil sich vom Rest abheben. Ich denke da zum Beispiel an Oben, Rango oder Das große Rennen von Belleville. Die Monster Uni (USA, 2013) ist leider keiner davon.

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#015 – Manchester by the sea

Mein Ziel für den Text über Manchester by the sea (USA, 2016) ist es, ihn nicht allzu lang werden lassen. Nicht nur, weil mir das bei guten Filmen öfter passiert, sondern auch weil es sich um einen so spannend offenen und unaufgeregten Film handelt, dass ich denjenigen nicht zu viel vorwegnehmen möchte, die ihn noch nicht gesehen haben. Die Handlung ist in zwei Sätzen beschrieben. Der junge Hausmeister Lee (Casey Affleck) kehrt wegen des Todes seines Bruders in seinen Heimatort Manchester by the Sea zurück, wo er sich um seinen Teenager-Neffen Patrick (Lucas Hedges) kümmert. Mit der Zeit erfährt der Zuschauer immer mehr über die Vergangenheit beider und warum jeder von ihnen so ist, wie er ist.

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#014 – La La Land

Viel der großen Vorrede über La La Land (USA, 2016) kann ich mir wohl sparen. Die Kritiken sind überragend, die Preis fliegen dem Film des jungen Regisseurs Damien Chazelle nur so zu und am Sonntag bei der Oscarverleihung ist er in unglaublichen 14 Kategorien nominiert. In der Regel sind das Voraussetzungen, die mich neugierig, aber auch skeptisch machen. Doch all die Skepsis wurde mir genommen und ich sah den bisher besten Film in diesem Jahr (und damit auf diesem Blog). In gewisser Weise wie eine vergangene Sommerliebe. Aber lasst uns von vorne beginnen.

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#013 – A fantastic woman

Gestern endete die Berlinale 2017 und ich bin froh, wenigstens einen Film auch auf diesem Blog zu besprechen. In diesem Fall geht es sogar um den Gewinner des Silbernen Bären für das beste Drehbuch. Ich hatte glücklicherweise das Vergnügen, der Weltpremiere von Una Mujer Fantástica (Chile, 2017), bzw. A fantastic Woman, beiwohnen zu können. Der Film von Regisseur Sebastián Lelio, der 2013 bereits mit Gloria einen erfolgreichen Berlinale-Besuch hingelegt hatte, ist ein Drama über eine junge Frau, deren Transsexualität die konservativen, diskursiven Grenzen der Gesellschaft offenlegt, und trifft daher sicherlich auch thematisch einen Nerv der Zeit.

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#012 – Soul Kitchen

Wieder mal ein älterer Film: Soul Kitchen (Deutschland, 2009) ist eine Hamburg-Komödie des deutschen Regisseurs Fatih Akin. Zinos (Adam Bousdoukos) ist Betreiber eines etwas herunter gekommenen Restaurants für Frittiertes und Imbissessen namens Soul Kitchen. Innerhalb kurzer Zeit gerät sein Leben ziemlich drucheinander: seine Freundin Nadine (Pheline Roggan) zieht nach Shanghai, sein Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) bekommt nach langer Haftstrafe Freigang und ein alter Mitschüler (Wotan Wilke Möhring) möchte Zinos seinen Laden abkaufen. Mit Hilfe seines Bruders, der Band seines Kellners und des verrückten Kochs Shayn (Birol Ünel) krempelt Zinos seinen Laden um, doch dann läuft alles schief, mit seiner Freundin, seinem Bruder und dem Grundstück.

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#011 – Rogue One: A Star Wars Story

Beginnen wir mal mit einer Offenlegung: Ich bin Star Wars Fan. Das gesagt, kann ich nur versuchen, über Rogue One (USA, 2016) zu sprechen, ohne das Gleichgewicht zwischen berechtigtem Einfluss an Kultbonus und unabhängiger Kritik nicht zu verlieren. Rogue One: A Star Wars Story ist das erste Star Wars Spin-off, also der erste Film, der nicht direkt an die Haupthandlung der Saga anknüpft, sondern als eigenständiger Ableger innerhalb desselben Erzähluniversums existiert. Er soll – wie der Name schon sagt – lediglich eine weitere (von potentiell vielen) Star Wars Geschichten sein. Dennoch ist die Geschichte mit denen der restlichen Filme zeitlich und inhaltlich stark verbunden. Rogue One spielt also nicht völlig abseits der bisherigen Episoden I bis VII.

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